Blutplättchen (Thrombozyten) entstehen aus Megakaryozyten (grün), die an Gefäßen (rot) im Knochen (blau) liegen

Blutplättchen gehören zu den zellulären Bestandteilen des Blutes und sind im wesentlichen für die Stillung von Blutungen verantwortlich. Der Mensch besitzt normalerweise zwischen 150000 und 400000 Blutplättchen in jedem ul Blut. Bei einem Mangel von unter 150000 spricht man von einer Thrombozytopenie und man findet oft eine verstärkte Blutungsneigung. Dieser Mangel kann erworben sein, zum Beispiel durch Medikamente wie Heparin oder die Bildung von Antikörpern gegen Plättchen nach Infektionen. Bei den angeborenen Thrombozytopenien liegen Defekte auf genetischer Ebene vor, die zu einem Mangel an Blutplättchen führen.

Jeweils ca. 1000 Blutplättchen werden als kernlose Abschnürungen aus den Vorläuferzellen im Knochenmark, den sogenannten Megakaryozyten, in den Blutstrom abgegeben. Bei diesem zellbiologischen Vorgang bekommt jedes Plättchen das zytoskeletäre Gerüst aus Mikrotubuli, das ihm seine diskoide Form verleiht. Zudem besitzt jedes Plättchen verschiedene Granula, die bei Gefäßverletzung freigesetzt werden und somit helfen, den Blutverlust zu stoppen.

Unsere Arbeitsgruppe beschäftigt sich zum einen mit den biologischen Grundlagen, die die Abschnürung von Blutplättchen aus Megakaryozyten erklären. Ein weiterer Fokus des Labors sind die seltenen angeborenen Bildungsstörungen von Blutplättchen wie z.B. das TAR-Syndrom.

Forschungsförderung

Das Labor wird unterstützt durch:

Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG

Juniorforschergruppe Pädiatrie der Emil Alexander Hübner und Gemahlin-Stiftung Stifterverband

Persönliche Forschungsförderung Charité